Eingeschottert!

Von einem ambitionierten Norddeutschen der auszog, eine Modellbahnanlage zu bauen…

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Der Onkel war einkaufen

Erstellt von Mark am Freitag 14. Oktober 2011

In Vorbereitung auf den letzten Schliff des Sägewerks hier ein Teil meiner heute eingetroffenen Akquisitionen:

Außerdem (und nicht im Bild) erwarb ich noch eine Kiste Zubehör-Allerlei von Auhagen mit vielen Ausstattungs-Kleinigkeiten sowie einige mit Kopfsteinpflaster geprägte Kartonplatten. Ich plane sowohl für die Gullideckel als auch für das unter Asphaltschäden hervorschauende Kopfsteinpflaster entsprechende Bereiche aus der Oberfläche des Straßenbelags herauszufräsen bzw. abzuschleifen. Ich bin gespannt, ob das so funktioniert wie ich mir das vorstelle.

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Das Ende eines Sommers

Erstellt von Mark am Dienstag 11. Oktober 2011

Ein Blick auf den Kalender offenbart, was der Blick aus dem Fenster andeutet: der Sommer ist zu Ende, der Herbst weht heran. Wobei man in den vergangenen Monaten den Blick häufiger auf den Kalender richten musste, denn jener aus dem Fenster konnte schon im Juli vermuten lassen, die kalte Jahreszeit habe begonnen. Aber irgendwas scheint die Jahreszeit doch zu haben, was nicht nur von der allgemeinen Wetterlage abhängig ist. Wie anders kann ich mir erklären, daß ich auch in den verregneten Sommermonaten praktisch keinen Gedanken an den Modellbau verschwendete – ich mich aber dieser Tage dabei ertappe, meine Modelle aus dem vergangenen Winter zu begutachten und eine Bestandsaufnahme beim Werkzeug und Bastelmaterial vorzunehmen. Für mich ist damit zweifelsfrei erwiesen: Winterzeit, Modellbauzeit.

Bevor ich mich neuen Projekten widme muß ich mich retrospektiv nochmal mit dem Sägewerk auseinandersetzen. Mit dem notwendigen zeitlichen Abstand beurteile ich das Diorama aus heutiger Sicht als unfertig. Das liegt schlicht und ergreifend daran, daß die relativ große Fläche des Modells im Gesamteindruck homogen und leer wirkt. Die asphaltierten Bereiche sind zwar farblich bereits ein wenig aufgehübscht, aber insgesamt fehlen z.B. noch Flächen mit dem besonderen Etwas, wie z.B.:

  • Stellen, an denen altes Kopfsteinpflaster durch aufgeplatzen Asphalt sichtbar wird
  • Gullideckel
  • hier und da eine Mulde, ggf. mit einer Pfütze
  • Risse im Asphalt, aus denen Gras wächst
  • Ecken auf dem Gelände, in denen Schutt, Bretter, Fässer oder sonstige Hilfsmittel herumliegen
  • ein oder zwei PKW auf den Parkplätzen vor dem Werk
  • kleine Männeckes (Preiser), die zusätzliches Leben bringen:
    • Arbeiter direkt an der Halle oder im Rampenbereich
    • einen Pförtner an der Einfahrt
    • einen Handwerker, der das Dach des alten Schuppens ausbessert
    • Kinder, die durch ein Loch im Werkszaun klettern und ggf. ein Arbeiter, der ihnen schimpfend nachsetzt

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber eins ist klar: bevor ich dieses Projekt “abhake”, muß ich da nochmal ran. Und das schöne ist: nachdem viel Zeit vergangen ist habe ich auch wieder Lust, an diesen vielen Details zu arbeiten.

Parallel dazu denke ich über ein neues Projekt nach. Ob es wieder ein Diorama wird oder ich diesmal ein wenig Arbeit in das “Große Ganze” stecke weiß ich noch nicht. Ich bin mir aber sicher, daß ich euch bis zum Frühling 2012 jetzt wieder häufiger mit Neuigkeiten versorgen werde.

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Sägewerk – Finale Teil 2

Erstellt von Mark am Mittwoch 2. März 2011

So, nachdem heute endlich ein halbwegs sonniger Tag war folgen nun die versprochenen Aufnahmen.

Ich habe mein Diorama eben außerdem beim zweiten MyMocom-Cup angemeldet. Wobei ich mir keinerlei Chancen auf einen Sieg ausrechne. Allerdings ist der erste Platz (eine Homestory im Rahmen der SR-Fernsehsendung “Eisenbahnromantik”) auch gar nicht erstrebenswert – viel spannender sind aus meiner Sicht die Plätze 2-20, für die man jeweils einen Gutschein für Modellbaumaterial in Höhe von 150 Euro erhält.

Von daher drückt mir die Daumen. Den Wettbewerbsbeitrag könnt ihr euch unter diesem Link anschauen.

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Sägewerk – Finale Teil 1

Erstellt von Mark am Samstag 26. Februar 2011

Es ist vollbracht. Vor nicht ganz 10 Monaten fasste ich den Entschluss, mein zweites Diorama zu bauen. Seit heute Nachmittag ist das gute Stück vollendet.

Als kleinen Vorgeschmack präsentiere ich heute zunächst einige “Nachtaufnahmen” unter lokaler Beleuchtung. Will heißen: die nachfolgenden Bilder wurden heute Abend in einem dunklen Raum aufgenommen, die Beleuchtung entstammt ausschließlich den verbauten Lichtquellen.

Ich hoffe, daß ich morgen bei Tageslicht weitere Aufnahmen machen kann, die ich dann hier nachreichen werde und die einen besseren Gesamteindruck des Dioramas vermitteln.

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Sägewerk – Fortschritte

Erstellt von Mark am Dienstag 22. Februar 2011

Ich war in den letzten Wochen nicht untätig – höchstens auf diesem Blog, nicht jedoch am Modell – und stelle nachfolgend den aktuellen Stand vor.

Das Gleis ist mittlerweile fertig und erste Elemente des Werkszauns wurden errichtet. Zwischen Zaun und Schotter wächst auch schon eine Menge Unkraut. Den Bereich vor dem Sägewerk habe ich umgestaltet. Mir fiel einfach keine sinnvolle Nutzung des abschüssigen Dreckstreifens vor dem Hauptgebäude ein, so wurde diese Fläche kurzerhand aufgeschüttet und betoniert und dient nun als Verladerampe für LKW. Die Laternen stehen ebenfalls schon.

Die nächsten Arbeitsschritte sind nun zeitaufwändige Detailarbeiten. In allen einschlägigen Ecken und Winkeln soll Unkraut sprießen und das Gebäude muß an den Klinkerwänden noch ein wenig detaillierter gealtert werden. Auch müssen noch viele Metallteile dem Zahn der Zeit zum Opfer fallen und ein wenig anrosten. Möglicherweise wird noch der eine oder andere kleinwüchsige Baum errichtet.

Ganz zum Schluß werden dann die letzten Zaunsockel zugeschnitten und lackiert. Der rechte Bereich des Dioramas war bisher noch nicht umfriedet. Das lag hauptsächlich daran, daß die Zäune hier wegen der Werkseinfahrt exakt zugeschnitten werden müssen. Da mich die Zäune aber bei der Detailarbeit behindern würden, stehen sie ziemlich weit am Ende der To-Do Liste.

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Gleise Schottern – Der erste Versuch

Erstellt von Mark am Sonntag 16. Januar 2011

Heute mache ich den Namen dieses Blogs erstmals zum Programm – das Anschlußgleis des Sägewerks wird eingeschottert. Als Material nutze ich das im vorhergehenden Artikel erwähnte MobaLit Pur H0, einen maßstabsgerecht gemahlenen Echtsteinschotter aus Österreich. Da es für mich das erste Mal ist, daß ich ein Stück Gleis mit einem Schotterbett versehe, folgt eine relativ detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise “Bild für Bild”.

Bild 1

Das jungfräuliche Gleis ohne Schotterbett. Piko A-Gleis, eine ordinäre Gerade. Wie man am unteren Rand des Bildes sehen kann habe ich den Bereich zwischen Zaunsockel und Gleis teilweise vorab mit gesiebter Erde abgestreut – dort wachsen später Büsche und Unkraut.

Bild 2

Den Schotter streue ich mit einer Filmdose zunächst zwischen die Schwellen. Dabei beschränke ich mich bei dem kompletten Arbeitsgang zunächst auf einen relativ kurzen Gleisabschnitt von ca. 20 cm Länge.

Bild 3

Mit einem breiten Pinsel wird die Oberfläche bearbeitet. Dabei darf ruhig ein wenig Druck ausgeübt werden, damit der Schotter auch unter die Schienenprofile rutscht.

Bild 4

Mit einem kleinen Pinsel werden nun die Schwellen und die Profile vom Schotter befreit.

Bild 5

So sollte das als Zwischenergebnis aussehen. Profile und Schwellen sind nahezu frei von Schotter, von der Höhe her schließen die Schwellen in einer Ebene mit dem Bett ab.

Bild 6

Nun werden die Seiten des Gleises ebenfalls mit der Filmdose abgestreut.

Bild 7

Danach wird zunächst der Rand ein wenig begradigt und das Schotterbett dabei ein wenig aufgeschoben.

Bild 8

Auch hier müssen die Schwellen und die Profile wieder von den kleinen Körnchen befreit werden. Diese schiebe ich allerdings nicht bis zum Rand des Bettes sondern nur ein Stück über die Schwellen hinaus, so daß sich direkt neben dem Gleis eine (vorbildgerechte) Erhöhung des Schotterbettes ergibt.

Bild 9

Der vorher angemischte Schotterkleber (1 Teil Weißleim, 3 Teile Wasser, einige Tropfen Pril) wird dann mit einer Pipette zunächst innen und später außen aufgeträufelt bis das Gemisch gesättigt ist und sich optisch ein weißer Rand um die kleinen Steinchen bildet. Das Spülmittel in dem Leimgemisch soll die Fließfähigkeit erhöhen – ansonsten macht einem die Oberflächenspannung einen Strich durch die Rechnung, weil der Leim nicht bis unten durchsickert und die kleinen Steinchen auseinanderdrückt.

Ob das Leimgemisch funktioniert und das Ergebnis mich auch optisch zufriedenstellt werde ich hier und heute noch nicht resümmieren können – der Schotter trocknet, während ich diese Zeilen schreibe.

Dank in diesem Zusammenhang an die schier unerschöpflichen Ideen der Internet-Modellbahner. Viele dieser (und auch anderer Tips) habe ich u.a. beim großartigen Pikoman abgeschaut, dessen Modellbahnseite ich ob seiner perfekt dokumentierten Arbeit regelmäßig besuche und von dem ich schon viel gelernt habe.

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Sägewerk – Von wegen homogen…

Erstellt von Mark am Samstag 8. Januar 2011

Ich schrieb im letzten Beitrag, daß sich niemand Sorgen machen solle wegen der nachträglichen Fertigstellung der rechten Dioramenhälfte – man würde den Unterschied später überhaupt nicht bemerken und die Flächen würden schön einheitlich ineinanderfließen und so… Pustekuchen! Auf halber Strecke ging mir mein Streugut Marke “Mutterboden” aus. Dabei handelte es sich um im Frühjahr dem Beet im Garten entnommene, feingesiebte Erde. Und da dieser Tage der gesamte Garten unter einer dicken Schneedecke lag musste ich mich in Sachen Nachschub im großen Blumenkübel vor der Haustür bedienen.

Ja, ist klar. Als der erste Teil der rechten Dioramenhälfte fertig abgestreut war seufzte ich einmal verbittert und machte mich daran, den kompletten Bereich mit der neuen Mischung zu beflocken – denn diese enthielt viel weniger Sand und war folglich wesentlich dunkler. Scheiß! Aber nicht zu ändern.

Dieser unnützen Zusatzarbeit zum Trotz nimmt das Werksgelände langsam deutliche Form an. So wurden mittlerweile nicht nur Förderband und Baumstammlager fixiert – auch ein Pförnterhäuschen steht nun am zukünftigen Werkstor. Für die Leitplanken (welche noch unlackiert sind) wurden vom Häuserbau übriggebliebene Regenrinnen kannibalisiert.

Achja, gestern ist auch mein Gleisschotter angekommen. MobaLit pur in Nenngröße H0. Das Zeug ist Natursteinschotter in einer maßstäblichen Körnung von 0,37 – 0,72 mm. Das Kilo für 14 Euro, importiert aus Österreich. Schweineteuer, aber sau-realistisch. Männerschotter, eben!

In der folgenden Bildersammlung findet ihr zur Abwechslung mal ein Panoramabild. Hier kann man das Diorama in seiner ganzen bisherigen Pracht bewundern – wenn auch in Super-Cinemascope…

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