Erstellt von Mark am Mittwoch 25. August 2010
Danke, tapferer Leser, für deine Rückkehr auf diese Seiten. Nein, der Traum ist nicht gestorben – er ist nur (wie bereits mehrfach erwähnt) langfristig angelegt und muß ab und an den Notwendigkeiten des restlichen Lebens weichen. Im Detail waren dies in den letzten Monaten ein Italien-Urlaub, die extensiven Feierlichkeiten anlässlich meines vierzigsten Geburtstags, das gute sommerliche Wetter und eine extrem hohe Auslastung in meinem Job.
Ich will die Treue meiner Leser nicht enttäuschen, indem ich hier nur ein Lebenszeichen von mir gebe und keinerlei Fortschritte präsentieren kann. Gänzlich untätig war ich in den letzten Wochen nämlich nicht, wenn auch auf eine eher unerwartete Weise.
Ich habe mir ein kleines Regal für meine Farben gebaut. Das Sammeln der kleinen Farbtöpfchen in einem Schuhkartondeckel und die Verwahrlosung meiner Pinsel in einer Schublade brachte mich auf die Idee, das ganze mal in ansprechender Form in meinen Arbeitstisch zu integrieren. Was dabei herausgekommen ist könnt ihr auf den folgenden Bildern bestaunen.
Die Grundplatte ist aus Span, die Leisten wurden aufgeleimt. Die Unterteilungen für die Revell-Töpchen sind zugeschnittene und ebenfalls aufgeleimte Zahnstocher. Der Pinselhalter an der rechten Seite besteht aus zwei kurzen Kunststoffrohren, von denen das größere herausnehmbar ist. Einen Boden hat dieser Halter nicht, er ist offen und unten mit zusammengeknülltem Haushaltspapier ausgefüllt – dies nimmt eventuell ablaufende Flüssigkeitsreste auf und kann regelmäßig ausgetauscht werden. Das ganze wurde zum Schluß noch mit silbergrauem Mattlack gesprüht und macht sich meiner Meinung nach extrem gut auf meinem Arbeitstisch.
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Erstellt von Mark am Sonntag 16. Mai 2010
Irgendwie muß ich hier jetzt mal mit Form und Größe der Anlage in die Puschen kommen. Seit Monaten, wenn nicht schon seit Jahren, überlege ich hin und her, wie groß oder klein der für die Modellbahn vorgesehene Bereich des Arbeitszimmers werden soll. Auf der einen Seite will ich nicht alles mit Anlage vollstellen (hier muß ich nebenbei auch noch an meinem Rechner sitzen und natürlich auch basteln und schrauben könen), auf der anderen Seite weigere ich mich innerlich dagegen, mich bei einem relativ großen zur Verfügung stehenden Raum mit einer 3 x 1 Meter Anlage zufrieden zu geben. Neben den räumlichen Zwängen (Türen, zugängliche Fensterfront) musste ich mich aber auch immer fragen, wie viel ich mir wirklich zumuten will. Als quasi blutiger Anfänger mit einem raumfüllenden Monstrum anzufangen könnte am Ende des Tages in Schrott und Frust enden.
Ich glaube (Haha!), daß ich jetzt den besten Kompromiss zwischen “zu groß” und “zu klein” gefunden habe. Die Anlage wird eine L-Form haben. Die Außenmaße der beiden Schenkel liegen bei 350 cm an der Nordwand) und 320 cm an der westlichen Fensterfront. Speziell über die Fensterseite habe ich mir lange den Kopf zerbrochen. Die Fenster müssen weiterhin begehbar bleiben (und sei es nur, um sie alle halbe Jahr mal zu putzen). Das führte bei der Planung dazu, daß zwischen Anlagenkante und Fensterwand ein 70 cm breiter Gang bleiben wird. Vorteil hierbei ist neben der Zugänglichkeit des Unterbaus vor allem der Umstand, daß damit der westliche Schenkel deutlich breiter werden kann, weil man von beiden Seiten die Möglichkeit zum Eingriff hat. Im Normalfall kann man nämlich bei einer Anlagenhöhe von einem knappen Meter davon ausgehen, daß man nicht tiefer als 80 cm in die Platte hineingreifen kann, um z. B. Entgleisungen zu beheben. Für bastlerische Arbeiten verkürzt sich diese Distanz sogar noch weiter. Bei der jetzigen Bauform kann man in den westlichen Schenkel von drei Seiten eingreifen, dadurch steht deutlich mehr Fläche zur Verfügung.
Ich habe einen schnellen Panorama-Stitch erstellt, auf dem man die Ausdehnung der Anlage auf Bodenniveau sehen kann. Das ganze muß man sich nun noch in 100 cm Höhe vorstellen. auf dem zweiten Bild kann man die Aufmaße der Anlage im Planungsprogramm erkennen.
Die nächsten drei Jahre werde ich jetzt mit der Gleisplanung verbringen… Spaß beiseite, aber das wird eine Nummer für sich. Ich habe bisher wirklich nur ansatzweise ein paar Ideen und keine konkrete Vorstellung, wie das später mal aussehen soll. Vielleicht muß ich einfach auf eine kreative Phase warten und mir bis dahin möglichst viele Ideen bei Vorbildern abschauen.
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Erstellt von Mark am Mittwoch 12. Mai 2010
Nach vielen Abenden und gefühlt unzähligen Arbeitsstunden mit klebrigen und farbverschmierten Fingern ist jetzt der Kibri-Bausatz der Schwellensäge ausgebastelt. Neben der Inneneinrichtung und dem Gebäude selbst war noch eine ganze Menge Zubehör dabei, mit dem man die Umgebung des Betriebs ausstaffieren kann. Hier habe ich heute Abend die letzten Bretterstapel zusammengeleimt, den Bausatz in seiner ganzen Pracht kann man nachstehend bewundern.
Nicht auf dem Bild: zehn Baumstämme, die fertig lackiert am Spritzling hängen und die später mal auf einen das Sägewerk befahrenden LKW geladen werden.
Und wer denkt, das wäre jetzt eine ganze Menge Zubehör: hier liegen noch zwei Ergänzungssätze von Kibri mit weiterem Sägewerkzubehör und noch mehr Schnittholz ungeöffnet herum. Diese sind nahezu baugleich mit den Teilen, die bei der Schwellensäge schon dabei waren, variieren aber in Anzahl und Grundfarbe. Die werde ich erstmal nicht zusammensetzen sondern damit warten, bis die Anlage Gestalt annimmt. Zum einen kann man damit später einen Güterschuppen am Bahnhof bestücken, zum anderen braucht man ja auch noch ein bißchen Fracht für die Güterwaggons.
Im nächsten Schritt mache ich mir Gedanken zum Aufbau des Dioramas – oder vielleicht sollte ich es besser ein “Modul” nennen, da es sich später möglichst nahtlos in die Anlage einfügen muß. Neben der Aufteilung des Betriebsgeländes, der Form und Positionierung des Gleisanschlusses und der Beleuchtung muß ich mir vor allem über die Geländeform und die Begrünung Gedanken machen. Denn eigentlich ist der Betrieb zu industriell, um direkt im Wald und damit “an der Quelle” zu stehen. Mehrere Konzepte (sowohl urbane als auch rurale) ringen gerade in meinem Kopf miteinander. Sobald sich ein konkreter Entwurf herauskristallisiert seid ihr nach mir die ersten, die es erfahren.
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Erstellt von Mark am Montag 3. Mai 2010
Krass! Ich habe bekanntermaßen noch die eine oder andere Restekiste aus meiner ersten Modellbahnzeit Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre aus Muttern’s Keller gerettet. Darin habe ich heute Abend mehr zufällig zwei alte Beleuchtungssockel und einen kleinen Synchronmotor von Faller gefunden. Und da ich ja von Natur aus neugierig bin, habe ich die Dinger mal direkt an meinen Trafo angeklemmt.
Bei einem der beiden Sockel ging doch tatsächlich die Glühlampe noch – bei der anderen war bereits optisch erkennbar der Glühfaden durch. Aber die allergrößte Härte: der kleine Motor, der damals Bestandteil eines Windmühlenmodells mit bewegten Flügeln war, läuft wie eine eins! Nach fast dreißig Jahren, die dieses kleine Teil im Keller verbracht hat, schnurrt es fröhlich vor sich hin. Ein Extralob und ein fettes “Respekt!” an die Firma Faller bzw. jenen Lieferanten, der diesen Hersteller von Modellhäusern seinerzeit mit Elektroartikeln versorgt hat.
Stellt sich jetzt nur die Frage: was stelle ich mit diesem Motor an? Die Welle dreht durch diverse innere Übersetzungen relativ langsam (Stichtwort: Windmühlenflügel). Vielleicht kann der eine oder andere Spezi mal einen Vorschlag in den Kommentaren hinterlassen. Mein Anlagensetting kennt ein aufmerksamer Leser ja schon ein wenig, von daher sind Vorschläge wie “Karussell” nicht wirklich zielführend.
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Erstellt von Mark am Samstag 1. Mai 2010
Nur ein paar rasche Impressionen des fertigen Gebäudes. Die beiden Hängelampen sind in der Werkshalle montiert, wirken witzigerweise im Gegensatz zu dem hell erleuchteten Bahnsteig von Sophienthal extrem düster – das mag an der Inneneinrichtung liegen oder auch daran, daß die Halle deutlich größer ist. Sehe hier aber keinen Handlungsbedarf, der Effekt ist sehr schön.
Der Bausatz ist übrigens noch längst nicht abgearbeitet. Neben dem Baukran müssen noch diverse Zubehörteile wie Gabelstapler, kleine Transportloren, Holz- und Bretterstapel und andere Gimmicks zusammengeleimt werden.
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Erstellt von Mark am Montag 26. April 2010
Wie bereits heute Morgen angekündigt nachfolgend ein paar Bilder zum Baufortschritt des Sägewerks. Wie man den Kommentaren zum ersten Artikel zu diesem neuen Diorama bereits entnehmen konnte, ist der Bausatz eine ganze Ecke herausfordernder als die beiden vorhergegangenen (vergleiche dazu die Kategorien “Bahnhof Sophienthal” und “Biergarten am Wanderweg”). Das liegt nicht zuletzt an dem Umstand, daß das Sägewerk mit einer Inneneinrichtung der Werkshalle geliefert wird. Das eröffnet viele schöne Möglichkeiten bei der Präsentation, aber vor den Erfolg haben die Götter auch hier den Schweiß gesetzt. Satte 20 Stunden wurden allein in eben diese Inneneinrichtung investiert (vgl. Bilder 1 bis 4). Die Errichtung der Wandkonstruktion (Bilder 5 und 6) benötigte im Vergleich dazu knapp 4 Stunden inklusive Bemalung.
Ein paar gute Ideen zur Beleuchtung hatte ich auch schon. So werde ich z.B. die Werkshalle mit den gleichen Hängelampen-SMD’s befluten, die auch schon beim Bahnhof zum Einsatz kamen. Das Betriebsgelände wird mit insgesamt sechs Peitschenleuchten bestückt. Alle Lampen habe ich eben bereits bestellt, damit der Bau nicht lange aufgehalten werden muß (die Hängelampen müssen unter der Hallendecke montiert und somit vor dem Dach eingebaut werden).
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Erstellt von Mark am Montag 26. April 2010
Ich habe gestern Abend ein paar Auktionen gewonnen. Jemand löst zur Zeit seine Teppichbahn auf und hatte ein paar Bündel neuwertige Piko A-Gleise bei eBay reingestellt. Die ersten drei Zuschläge erhielt ich bereits gestern gegen 19:00 Uhr, für einen zweiten Satz Schienenelemente sollte heute Abend erfolgreich der Hammer fallen. Ich habe dann für vorraussichtlich 30 Euro (Maximalgebote für die noch laufenden Auktionen berücksichtigt) zwei Vollkreise R2 (insgesamt 24 Elemente), 20 gerade Gleise und eine Weiche ersteigert. Der Neupreis wäre irgendwo bei 75-80 Euro gewesen. Das schöne bei Teppichbahnern ist, daß die Schienen nicht gealtert oder schonmal verklebt / verschraubt waren und somit also praktisch ungenutzt sind.
Ich werde mal weiter die Augen offenhalten. Vielleicht geht irgendwann mal eine günstige Startpackung durch das elektronische Auktionshaus. Ich habe es nicht eilig und kann folglich auf gute Angebote warten. Mit den ersteigerten Schienen lässt sich theoretisch schonmal das im Bau befindliche Sägewerk mit einem Gleisanschluß versehen. Und wo wir gerade dabei sind: für mein aktuelles Projekt schulde ich euch noch ein paar Fotos zum aktuellen Stand des Zusammenbaus; die werde ich in Kürze hier präsentieren.
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