Heute mache ich den Namen dieses Blogs erstmals zum Programm – das Anschlußgleis des Sägewerks wird eingeschottert. Als Material nutze ich das im vorhergehenden Artikel erwähnte MobaLit Pur H0, einen maßstabsgerecht gemahlenen Echtsteinschotter aus Österreich. Da es für mich das erste Mal ist, daß ich ein Stück Gleis mit einem Schotterbett versehe, folgt eine relativ detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise “Bild für Bild”.

Das jungfräuliche Gleis ohne Schotterbett. Piko A-Gleis, eine ordinäre Gerade. Wie man am unteren Rand des Bildes sehen kann habe ich den Bereich zwischen Zaunsockel und Gleis teilweise vorab mit gesiebter Erde abgestreut – dort wachsen später Büsche und Unkraut.

Den Schotter streue ich mit einer Filmdose zunächst zwischen die Schwellen. Dabei beschränke ich mich bei dem kompletten Arbeitsgang zunächst auf einen relativ kurzen Gleisabschnitt von ca. 20 cm Länge.

Mit einem breiten Pinsel wird die Oberfläche bearbeitet. Dabei darf ruhig ein wenig Druck ausgeübt werden, damit der Schotter auch unter die Schienenprofile rutscht.

Mit einem kleinen Pinsel werden nun die Schwellen und die Profile vom Schotter befreit.

So sollte das als Zwischenergebnis aussehen. Profile und Schwellen sind nahezu frei von Schotter, von der Höhe her schließen die Schwellen in einer Ebene mit dem Bett ab.

Nun werden die Seiten des Gleises ebenfalls mit der Filmdose abgestreut.

Danach wird zunächst der Rand ein wenig begradigt und das Schotterbett dabei ein wenig aufgeschoben.

Auch hier müssen die Schwellen und die Profile wieder von den kleinen Körnchen befreit werden. Diese schiebe ich allerdings nicht bis zum Rand des Bettes sondern nur ein Stück über die Schwellen hinaus, so daß sich direkt neben dem Gleis eine (vorbildgerechte) Erhöhung des Schotterbettes ergibt.

Der vorher angemischte Schotterkleber (1 Teil Weißleim, 3 Teile Wasser, einige Tropfen Pril) wird dann mit einer Pipette zunächst innen und später außen aufgeträufelt bis das Gemisch gesättigt ist und sich optisch ein weißer Rand um die kleinen Steinchen bildet. Das Spülmittel in dem Leimgemisch soll die Fließfähigkeit erhöhen – ansonsten macht einem die Oberflächenspannung einen Strich durch die Rechnung, weil der Leim nicht bis unten durchsickert und die kleinen Steinchen auseinanderdrückt.
Ob das Leimgemisch funktioniert und das Ergebnis mich auch optisch zufriedenstellt werde ich hier und heute noch nicht resümmieren können – der Schotter trocknet, während ich diese Zeilen schreibe.
Dank in diesem Zusammenhang an die schier unerschöpflichen Ideen der Internet-Modellbahner. Viele dieser (und auch anderer Tips) habe ich u.a. beim großartigen Pikoman abgeschaut, dessen Modellbahnseite ich ob seiner perfekt dokumentierten Arbeit regelmäßig besuche und von dem ich schon viel gelernt habe.